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Deutsch-Französisches Studienprogramm mit Doppel-Masterabschluss

Ablauf

Ablauf

Das Dual-Master-Programm ist als Studienprogramm konzipiert, bei dem die Studierenden aus Frankreich und Deutschland die Möglichkeit haben, wirklich gemeinsam zu studieren. Trotz der gleich bemessenen Auslandsphasen bewegen sich die Teilnehmer größtenteils in einer gemeinsamen Gruppe und lernen so für die Dauer des gesamten Programms von und mit ihren Kommilitonen aus dem Nachbarland.

 

Für deutsche Studierende

Studium im Bachelor

 

Die deutschen Teilnehmer verbringen das letzte Bachelor-Jahr an der INP Phelma in Grenoble. Sie studieren somit zunächst im ersten Jahr an der Phelma und treffen zum gleichen Zeitpunkt wie ihre französischen Kommilitonen an der Phelma ein, die die ersten 2 Jahre des Bachelor meist an anderen Hochschulen verbringen (classe preperatoire). Die Pflichtmodule aus den Semestern 5 und 6 des KIT-Studienplans entfallen, sowie auch das Industriepraktikum. Statt dessen gelten für die deutschen Studierenden in den Semestern 5 und 6 (Tronc Commun) die gleichen Pflichten wie für ihre französischen Kommilitonen. In Grenoble gibt es keine Bachelorarbeit! Auf Antrag wird in Grenoble nach Abschluss des 6. Semesters ein Bachelorzeugnis ausgestellt, das für die Einschreibung für den Master an beiden Hochschulen genutzt wird.

 

Bachelorarbeit

 

Die Bachelorarbeit ist wichtiger Teil des Bachelor-Studiums in Karlsruhe. Sie hat einen Umfang von 12 ECTS und wird üblicherweise im letzten Bachelorsemester (B6) geschrieben. Die mehrmonatige selbstständige Bearbeitung eines elektrotechnischen oder informationstechnischen Themas wird mit der Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung und mit einem mündlichen Vortrag abgeschlossen. In B6 befinden sich die deutschen Studierenden in Grenoble. Da die französische Ausbildung keine Bachelorarbeit vorsieht, stellt diese eine zusätzliche Leistung des deutschen Studierenden in B6 dar. Sie wird im Rahmen des Praktikums abgeleistet, das auch für die französischen Studierenden nach dem ersten Jahr verpflichtend ist. Die Arbeit kann auf deutsch oder englisch (auf Antrag auch französisch) geschrieben werden. Ohne Bachelorarbeit kann kein KIT-Bachelorzeugnis ausgestellt werden. Das Programm kann aber problemlos ohne Bachelorarbeit absolviert werden, da der Bachelor aus Grenoble zum Eintritt in beide Master berechtigt. Es steht den Studierenden also frei auf die Bachelorarbeit zu verzichten und somit „nur“ den INP-Bachelor und zwei Master zu erwerben oder mit etwas Mehraufwand alle 4 Abschlüsse.

 

Studium im Master

 

Mit dem Eintritt in das zweite Jahr und damit in den Master muss eine Vertiefungsrichtung (filière) an der Phelma gewählt werden. Während der Semesters 7 und 8 folgen die deutschen Teilnehmer/Innen dann weiterhin im Klassenverbund dem verbindlichen Studienplan der Filière. Im folgenden sind Beispiele der Filières an der Phelma aufgelistet, wobei die aktuell wählbaren Filières den Webseiten der Phelma zu entnehmen sind:

 

Physique – Nanosciences PNS: 4, 10, 11, 12, 22

 

Signal Communication Multimédia SICOM: 8, 14, 16, 17

 

Systèmes Electroniques Intégrés SEI: 11, 15, 22

 

Zum 9. Semester kehrt der deutsche Teilnehmer nach Karlsruhe zurück und ergänzt dort sein Filière mit weiteren Wahlmodulen. Am KIT wird er dem Internationalen Studienmodell zugeordnet. Danach schließt das Studium mit der Masterarbeit am KIT ab.

 

Warum mitmachen?

Das Dual-Master-Programm Karlsruhe bietet die Möglichkeit, ohne Verlängerung der Studienzeit zwei international anerkannte Master-Abschlüsse in der Elektrotechnik und Informationstechnik zu erwerben. Die beiden CLUSTER-Hochschulen KIT und Grenoble INP gehören zu den führenden Einrichtungen in Forschung und Lehre in Europa und bieten den Studierenden hervorragenden Studienbedingungen in einer wissenschaftlich interessanten Umgebung.  Für die Absolventen des Dual-Master-Programms zeichnen sich außerdem hervorragende Perspektiven in der europäischen Industrie und Forschung ab, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Die kulturelle Erfahrung, insbesondere das Erlernen einer zweiten Fremdsprache (neben Englisch) und das Kennenlernen des Nachbarlandes, sind von unschätzbarem Wert für die persönliche Weiterentwicklung. Der deutsch-französische Austausch auf Hochschulebene ist zudem ein Grundstein für das Zusammenwachsen Europas. Unsere Studierende können dazu aktiv einen Beitrag leisten.

 

Wer berät?

Programmbeauftragter für die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik ist Professor Thomas Zwick vom IHE.  Interessierte Studierende sollten sich von ihm vorab in einem persönlichen Gespräch beraten lassen.  Insbesondere kann in einem solchen Gespräch die Wahl der Vertiefungsrichtungen in Grenoble geklärt werden. Fachliche Fragen können nach Rücksprache mit Professor Zwick dann auch mit dem jeweiligen Modellberater im Master geklärt werden. Für einen reibungslosen Verlauf des Studiums nach Rückkehr nach Karlsruhe ist eine Abstimmung des persönlichen Studienplans vorab ist sehr sinnvoll, da sich das Veranstaltungsangebot in Grenoble und Karlsruhe nicht vollständig deckt. Die Richtlinie zur Durchführung des Dual-Master-Programms Karlsruhe-Grenoble kann beim Programmbeauftragten eingesehen werden.

 Bei alle praktischen Fragen zur Organisation des Auslandsaufenthaltes in Frankreich steht auch das KIT DeFI beratend zur Seite. Auskunft zum Auslandstudium im Allgemeinen erteilt auch das Akademische Auslandsamt.

 

Bewerbung und Zulassung

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt jeweils Ende Februar des Kalenderjahrs, indem der Studierende in das Programm eintritt (August/September). Bisher können pro akademischem Jahr fünf Karlsruher Studierende zum Dual-Master-Studium in Grenoble aufgenommen werden. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sollten daher bis spätestens zum 31. Januar am IHE eingehen und folgende Unterlagen beinhalten:

- Motivationsschreiben, aus dem auch das gewählte Modellfach des Kandidaten hervorgeht

- tabellarischer Lebenslauf

- aktueller Notenauszug

- Bewerbungsformular

Das Studium in Grenoble findet auf Französisch statt, wobei die Studierenden zusätzlich zu Vorlesungen und Übungen auch an Team-Projekten teilnehmen. Ausreichend gute Französischkenntnisse sind daher unabdinglich und ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Teilnehmer. Weitere Kriterien sind die persönliche Motivation des Kandidaten oder der Kandidatin sowie überdurchschnittliche Noten in den bisher abgelegten Prüfungen am KIT. Die Überprüfung der bisherigen Leistungen ist im Interesse aller Beteiligten: Am Ende des Programms stehen zwei Abschlüsse, es wird dementsprechend auch ein zielgerichtetes, erfolgreiches Studium erwartet. Daher ist der der Dual-Master auch nicht mit einem gewöhnlichen Auslandssemester (Eramus o.ä.) zu vergleichen.

 

Finanzierung

Die Teilnehmer des Dual-Master-Programms werden von der Deutsch-Französische Hochschule (DFH) auf zwei Arten finanziell unterstützt.

  • Einmalig erhält der Studierende einen Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung.
  • Für die Dauer des Aufenthalts an der Französischen Hochschule erhält der Studierende eine monatliche Mobilitätsbeihilfe von 270€.

Die Förderung des Dual-Master-Programms ist bis zum akademischen Jahr 2017-2018 gesichert. Die Franzosen zahlen während Inlands- und Auslandsphasen in Frankreich Studiengebühren, die Deutschen während Inlands - und Auslandsphasen in Deutschland (also am KIT).

 

Angebot am KIT DeFI

Alle Teilnehmer oder zukünftige Teilnehmer an einem deutsch-französischen Studienprogramm können das Angebot des KIT DeFI in vollem Umfang nutzen. Das KIT DeFI berät, organisiert zielgerichtete Sprachkurse für deutsche und französische Studierende und wird in Zukunft auch interdisziplinäre und interkulturelle Seminare für Studierende aller Fachrichtungen anbieten. Für mehr Infos zum Angebot des KIT DeFI bitte bei Susanne.Kaliwe∂kit.edu melden.