Institute of Radio Frequency Engineering and Electronics (IHE)

Vertiefungsrichtung 19 - Ausrüstungssysteme für Luft- und Raumfahrt

Eine gemeinsame Vertiefungsrichtung des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektronik (IHE) und des Instituts für Nachrichtentechnik (CEL)

Luft- und Raumfahrtprojekte entstehen im Team und mit internationalen Partnern. Jahrzehnte vor dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenschluss der europäischen Länder haben Ingenieure, Wissenschaftler und Manager dieser Branche mit Projekten wie Airbus, Ariane, Eurofighter, Eurocopter und der internationalen Raumstation ISS europäische Kooperation praktiziert und darüber hinaus weltweite Partnerschaften aufgebaut. Luft- und Raumfahrt sind wichtige Schlüsseltechnologien in wachsenden Märkten mit einem extrem hohen Wertschöpfungspotenzial. Deutschland hat in den Bereichen der Luft- und Raumfahrt bedeutende industrielle, technologische und wissenschaftliche Kompetenz.

Dahinter stehen hochqualifizierte, motivierte und engagierte Menschen. Die überlebenswichtigen Zukunftstechnologien werden global durch Ingenieure von heute erdacht und erarbeitet. Der Einsatz von Luft- und Raumfahrttechnik benötigt Studierende, die von dieser Technik fasziniert und bereit sind, sich mit ihren Denkansätzen und Produkten zu beschäftigen. Dieses Potenzial durch konsequente Förderung des Nachwuchses zu erhalten und zu vergrößern, ist ein besonderes Anliegen dieser Vertiefungsrichtung. Es ist ein direkter Weg, die universelle und zugleich spannende Zukunftstechnologie der Ausrüstungssysteme der Luft- und Raumfahrt im Team der Institute für Nachrichtentechnik sowie Hochfrequenztechnik und Elektronik zu erleben. Im Rahmen dieser Vertiefungsrichtung werden daher Methoden der Analyse und Synthese komplexer Gesamt­systeme aus den Gebieten der Nachrichtentechnik, der Hochfrequenztechnik und weiteren Disziplinen zusammen­gefasst. Die hier untersuchten Beispiele komplexer Systeme mit ihren vielfältigen Funktionsprinzipien vermitteln der angehenden Ingenieurin und dem angehenden Ingenieur die Fähigkeit, in interdisziplinären Teams über die Grenzen einzelner Fachdisziplinen hinaus kreativ wirksam zu werden.

Ideen und Technologien der Luft- und Raumfahrt erweisen sich als Motor für die weltweite Kommunikationsfähigkeit, Mobilität, Sicherheit und Wirtschaftskraft. Sie sind Schlüsseltechnologien für eine Vielzahl von Bereichen:

  • Fernerkundung
  • Navigation
  • Unbemannte Luftfahrzeuge und Drohnen
  • Satellitenkommunikation
  • Erdbeobachtung

Nähere Informationen mit Studienplänen und weiteren Hinweisen finden sich auf der Internetseite der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Eine Liste der empfohlenen Wahlmodule gibt es hier.

In Bachelor- und Masterarbeiten ist es möglich, an aktuellen Forschungsprojekten aus fast allen der oben genannten Bereiche, meist in Zusammenarbeit mit der Industrie, mitzuwirken. Hierbei bieten speziell auch die Kooperationen des IHE mit dem Institut für Hochleistungsimpuls- und -mikrowellentechnik (IHM) am Campus Nord, dem Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme (IHR) des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums in Oberpfaffenhofen und dem Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) der Fraunhofer-Gesellschaft in Freiburg interessante Möglichkeiten. Zahlreiche Auslandskontakte z.B. mit den USA, England, Italien, Spanien, Südafrika etc. ermöglichen den Austausch im Rahmen von Master- und Bachelorarbeiten sowie Praktika.

Praktikum oder Studienarbeit in Fairbanks, Alaska

Im Rahmen dieses Modells bietet das IHE zusammen mit seinem Kooperationspartner Alaska Satellite Facility, je nach Verfügbarkeit, ein Praktikum oder eine Bachelorarbeit in Fairbanks, Alaska an. Das Hauptthema der Arbeit ist ein Radar mit synthetischer Apertur (engl. Synthetic Aperture Radar, SAR), wobei die einzelnen Themen sowohl praktischer als auch theoretischer Natur sind. Ein hohes Maß an Motivation und Selbständigkeit sowie gute Studienleistungen sind notwendig. Der Aufenthalt in Alaska dauert etwa sechs Monate. Nähere Informationen gibt es auf dieser Seite.

Kontakt

Institut für Hochfrequenztechnik und Elektronik    

Verantwortlich
Prof. Dr.-Ing. Laurent Schmalen
Prof. Dr.-Ing. Thomas Zwick

Fachstudienberatung
Dr.-Ing. Mario Pauli
Tel.: 0721 / 608-46259
E-Mail: mario.pauli∂kit.edu